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LDM Brass
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31-03-2008: Cradle to Cradle bei LDM

Die neue Strategie von LDM enthält einige neue Themen. Dabei geht es um Qualitätssteigerung, stehen Fachwissen und Ausbildung im Mittelpunkt und wird das Cradle to Cradle Konzept behandelt.

Cradle to Cradle

Der Skiurlaub muss immer öfter aus Schneemangel abgesagt werden, Amsterdam liegt in Kürze wahrscheinlich mitten im Meer und der April verwöhnt uns heutzutage mit fast 30 Grad Hitze. „Wie ist das nur möglich?“, fragen wir uns. Experten erklären uns, dass dies die Folge der Erderwärmung sei. An der wir alle die Schuld haben. Wir konsumieren zu viel, werfen zu viel weg und verschwenden viel zu viel Energie. Fachleute und Politiker fordern uns daher zu mehr Verzicht auf: weniger Konsum, weniger Abfall und weniger Verschwendung. Das Zauberwort ist: Nachhaltigkeit. Aber Nachhaltigkeit hat auch ihre Grenzen. Daher ist der Vormarsch des Cradle-to-Cradle-Konzepts mehr als logisch. „Cradle to Cradle“ bedeutet wörtlich von Wiege zu Wiege. Was vor wenigen Jahren als eine Vision zweier Menschen, nämlich Michael Braungart und William McDonough, begann, wird inzwischen von Hunderttausenden getragen.

Das Zukunftsbild

Die Cradle to Cradle-Vision ist eigentlich ganz einfach. Nur noch Produkte herstellen, die nach ihrer Nutzzeit komplett als biologische oder technische Nahrung zu verwenden sind. So kann man uneingeschränkt und endlos weiterkonsumieren. Diese Philosophie steht im Widerspruch zum heutigen Trend der Wiederverwertung, von Braungart und McDonough auch als Downcycling bezeichnet.

Ein gutes Beispiel for Downcycling ist Papier. Ein Produkt, von dessen Wiederverwertung die meisten Menschen überzeugt sind. Recyclingpapier wird häufig als „umweltverträglich“ verkauft. Tatsächlich ist Papier aber nie für die Wiederverwendung entworfen. Daher müssen dem Papier für die Wiederverwendung jedes Mal große Mengen giftiger Stoffe zugefügt werden. Die Qualität des Papiers geht immer mehr zurück, bis es sich nicht mehr recyceln lässt. Dann gelangen die Giftstoffe letztendlich in die Umwelt. Schade um die Rohstoffe, Schade um die Umwelt.

Viel besser ist, das Produkt von Anfang an so zu entwerfen, dass es problemlos wiederverwendet werden kann. So wird bei Papier ein synthetisches Polymer als Träger eingesetzt, das unbegrenzt und ohne Qualitätsverlust wieder zu verwerten ist. Es wird Druckfarbe ohne Giftstoffe verwendet, die man mit kochend heißem Wasser vom synthetischen Papier waschen kann. Auch die Druckfarbe lässt sich unbegrenzt und ohne Qualitätseinbußen wiederverwerten. Bücher, Zeitschriften und andere Druck-Erzeugnisse, die mit diesen Rohstoffen hergestellt werden, sind unbegrenzt als technische Nahrung für neue Druck-Erzeugnisse zu verwenden.

Cradle to Cradle bei LDM?

Das ist alles ist natürlich ganz gut und schön, aber was hat man als Unternehmen davon? Und warum sollte ein relativ kleines Unternehmen wie LDM Geld und Energie in derartige Projekte stecken? Die Antwort ist ganz einfach. Innovationen im Umweltbereich sind bitter nötig. Die Kosten für Rohstoffe, Energie und Abfallverwertung steigen beängstigend; umweltinnovative Projekte lohnen sich also. Andererseits wird der Staat den Unternehmen immer strengere Normen auferlegen. Daher wird es absolut nötig sein. Der dritte und nicht weniger wichtige Grund ist die Verantwortung für unsere Umwelt. Eine Verantwortung, die uns alle betrifft.
Bleibt man hinter diesen Entwicklungen zurück und nimmt man keine innovative Haltung ein, bedeutet das langfristig immer Verlust.

Cradle to Cradle bei LDM!

Messing ist natürlich schon sehr Cradle to Cradle. Aus Schrott und anderem Metallabfall stellt man schließlich ein Produkt her, das sich hervorragend für Re- oder gar Upcycling eignet. Das Produkt an sich braucht nur gering angepasst zu werden. Die unterstützenden Verfahren können allerdings noch mehr Innovation vertragen. So können Regen- und Abwasser genutzt werden. Beide Ströme stellen derzeit ein Problem dar, während sie doch wertvolle Rohstoffe enthalten. Eine andere interessante Möglichkeit ist die Wiederverwendung unserer gewerblichen Abfälle. Jährlich ergeben sich bei LDM etwa 200.000 kg gemischter Industrieabfall, der einen Schatz wertvoller Materialien enthält. Noch eine weitere Option, die ernsthaft ins Auge gefasst werden sollte, ist die Nutzbarmachung unserer metallhaltigen Abfälle. LDM muss jährlich einen stattlichen Betrag für seine rohstoffhaltigen Abfälle abschreiben. Mit dem richtigen Einsatz und der passenden Kreativität kann LDM in Kürze aus diesem Abfall wieder ein wertvolles Produkt herstellen.

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